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Bestandsaufnahme

Der Start – Deine Bestandsaufnahme

Während des gesamten Prozesses wirst du immer wieder eingeladen, dir Notizen zu machen und deine Gedanken festzuhalten.

Besorge dir dafür am besten ein Notizbuch, das du ausschließlich für deine persönlichen Erkenntnisse und Reflexionen in diesem Prozess nutzt.

Bitte halte dein Notizbuch und deine Schreibsachen bei jeder Coaching-Session griffbereit.

Ich möchte euch außerdem einladen, für euren gemeinsamen Couple Care Prozess eine Ritualkerze zu besorgen.

Diese Kerze könnt ihr entzünden:

  • zu Beginn eurer Coaching-Einheiten

  • beim gemeinsamen Check-in Gespräch

  • wenn ihr über Beziehungsthemen sprecht

  • bei einer Aussprache

  • wenn ihr einen Streit bewusst beenden möchtet

  • oder wenn ihr euch Zeit nehmt, einen Konflikt miteinander zu klären

So entsteht ein bewusster Raum für Begegnung und Verbindung.


Warum eine Bestandsaufnahme wichtig ist

Eine ehrliche Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für unsere gemeinsame Arbeit.

Lebens- und Beziehungskrisen sind oft komplex. Ursachen und Wirkungen vermischen sich miteinander und bilden mit der Zeit ein unübersichtliches Geflecht. Wirkungen werden zu neuen Ursachen – und irgendwann ist kaum noch klar, was eigentlich zusammenhängt und wo Veränderung beginnen kann.

Deshalb brauchen wir zunächst einen Moment des Innehaltens und bewussten Hinschauens.

Stell dir vor, du würdest deine aktuelle Situation in Zeitlupe betrachten.
Du nimmst dir Zeit, einzelne Aspekte ganz genau anzuschauen – fast so, als würdest du sie unter einem Mikroskop betrachten.

In diesem Schritt geht es noch nicht darum, Lösungen zu finden.

Es geht zunächst darum, wahrzunehmen, zu erkennen und zu verstehen.


Deine Haltung bei der Bestandsaufnahme

Während du deine Bestandsaufnahme machst, können dir folgende Haltungen helfen:

Benennen, was ist
Alles, was einen Namen bekommt, darf da sein. Und alles, was da sein darf, kann sich auch verändern.

Nachfragen, was noch unklar ist
Wie erlebst du dich selbst?
Was geschieht gerade in dir?
Wie erlebst du dein Gegenüber?
Welche Dynamiken oder Muster kannst du erkennen?

Neugierig bleiben
Sei offen für neue Erkenntnisse – auch für unerwartete. Dieser Prozess kann dir neue Perspektiven zeigen und Entwicklung ermöglichen.

Mitfühlen und verstehen
Versuche sowohl dich selbst als auch die Menschen um dich herum mitfühlend zu betrachten.

Anerkennen, was gerade da ist
Manches fühlt sich vielleicht schwer, verwirrend oder unangenehm an. Das ist in Ordnung. Du musst diese Gefühle nicht verdrängen – und gleichzeitig dürfen sie auch einfach da sein, ohne alles zu bestimmen.


Deine Aufgabe

Im nächsten Schritt füllst du bitte deine Bestandsaufnahme aus.

Sende das ausgefüllte Dokument spätestens 24 Stunden vor deinem ersten Coaching-Termin an: connie@beziehung-leben.at. Danke!

Die Bestandsaufnahme

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Deinen inneren Beobachter wecken

Heute lade ich dich ein, deine Aufmerksamkeit auf einen besonderen Teil in dir zu richten: deinen inneren Beobachter.

Dieser Teil in dir kann wahrnehmen, was in dir geschieht – Gedanken, Gefühle, Bewertungen und innere Überzeugungen. Oft wirken diese inneren Stimmen im Hintergrund, ohne dass wir sie bewusst bemerken.

Wenn du jedoch beginnst, sie achtsam zu beobachten, entsteht Raum: Raum zum Verstehen, zum Innehalten und zum Prüfen, ob diese Überzeugungen wirklich noch zu dir passen – oder ob kleine Veränderungen hilfreich für dich und dein Leben sein könnten.

Der innere Beobachter hilft dir dabei, dich selbst mit mehr Klarheit und Mitgefühl wahrzunehmen.


Unterstützung durch eine Fantasiereise

Um dich bei dieser Begegnung mit dir selbst zu unterstützen, findest du hier die Fantasiereise „Der heilige Hain“.

Diese Meditation lädt dich ein, in einen liebevollen inneren Dialog mit dir selbst zu treten. Sie erinnert dich an deine eigene Weisheit, an deine innere Güte und an die Fähigkeit, dir selbst mit Achtsamkeit zu begegnen.

Vielleicht kennst du Meditation bereits – vielleicht ist es aber auch etwas Neues für dich. Beides ist völlig in Ordnung. Erlaube dir, diese Erfahrung neugierig und ohne Erwartungen zu erkunden.

Nimm dir im Anschluss etwas Zeit und schreibe deine Eindrücke, Gedanken oder Gefühle in dein Notizbuch.

Du kannst diese Meditation immer wieder nutzen, wenn du tiefer mit dir selbst in Kontakt kommen möchtest.

Meditation: Der heilige Hain


Ein innerer Ort der Sicherheit

Der heilige Hain kann zu einem inneren Ort werden, der dir Sicherheit und Geborgenheit schenkt.

Wenn du diesen Ort einmal in deiner Vorstellung erschaffen hast, kannst du ihn jederzeit wieder besuchen. Er ist ein Teil deiner inneren Welt und steht dir jederzeit zur Verfügung.

Gerade in Momenten, in denen du emotional aufgewühlt bist – vielleicht wütend, traurig, enttäuscht oder überfordert – kann dieser Ort dir helfen, wieder bei dir selbst anzukommen.

Durch die sogenannte Pendelbewegung kannst du dich innerlich immer wieder zu diesem sicheren Ort zurückbewegen. Das hilft deinem Nervensystem, sich zu beruhigen, tiefer zu atmen und wieder mehr Stabilität zu finden.

So wird der heilige Hain zu einem inneren Anker, der dich in schwierigen Momenten unterstützt.

Meditation: Der heilige Hain

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Das Check-In-Gespräch – Ein täglicher Moment der Verbindung

Heute möchte ich dir ein Werkzeug vorstellen, das ihr ab sofort regelmäßig – idealerweise täglich – nutzen könnt: das Check-In-Gespräch.

Dieses Gespräch ist eines der wirkungsvollsten Tools, um eine Beziehung bewusst zu gestalten. Es unterstützt euch sowohl dabei, eine aktuelle Beziehungskrise zu bewältigen, als auch dabei, langfristig eine stabile und erfüllte Partnerschaft aufzubauen.


Worum es beim Check-In geht

Das Ziel eines Check-In-Gesprächs ist Abstimmung und Einfühlung.

Es geht darum, dass ihr euer gegenseitiges Wissen über eure innere Welt erhöht und euch gegenseitig gesehen und gehört fühlt.

Wichtig ist dabei:
Das Check-In ist kein Problemlösegespräch.

Es geht nicht darum, sofort Lösungen für Konflikte oder schwierige Themen zu finden. Vielmehr geht es darum, den anderen besser zu verstehen und nachzuvollziehen, wie es ihm oder ihr gerade wirklich geht.

Oft fehlt im Alltag genau dieses Wissen über die innere Befindlichkeit des Partners oder der Partnerin. Durch regelmäßige Check-In-Gespräche bleibt ihr miteinander in Verbindung und schafft Raum für echte Begegnung.


So funktioniert euer Check-In

Für euer erstes Check-In nehmt euch etwa 15–20 Minuten Zeit.

  • Jede Person bekommt ungefähr 10 Minuten, um zu erzählen, was sie gerade beschäftigt.

  • Die andere Person hört aufmerksam zu und versucht anschließend, das Gehörte zu spiegeln – also mit eigenen Worten wiederzugeben, was angekommen ist.

Es geht dabei nicht darum, etwas zu bewerten oder zu kommentieren, sondern darum, zuzuhören und zu verstehen.


Eine wichtige Erinnerung

Beim Check-In gilt eine hilfreiche Haltung:

Gehört zu werden ist nicht automatisch verstanden zu werden.
Und verstanden zu werden bedeutet noch lange nicht, einverstanden zu sein.

Trotzdem entsteht durch dieses gegenseitige Zuhören ein wichtiger Schritt:
Ihr beginnt, euch wirklich wahrzunehmen und euch einander wieder näher zu fühlen.

Mit jedem Check-In stärkt ihr eure Fähigkeit, in Kontakt zu bleiben – auch dann, wenn es schwierig wird.

Das Check-In Gespräch

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Weitere hilfreiche Methoden, um euer Fundament zu stärken

Der Kontakt zu einem anderen Menschen beginnt immer bei dir selbst.

Je besser du mit dir selbst in Verbindung bist, desto leichter fällt es dir auch, deinem Partner oder deiner Partnerin offen, klar und authentisch zu begegnen.

Versuche deshalb, kurze Momente des Selbstkontakts zu einem festen Bestandteil deines Alltags werden zu lassen. Diese kleinen Pausen helfen dir, wieder bei dir anzukommen und bewusst wahrzunehmen:

  • deinen Körper

  • deine Gedanken

  • deine Gefühle

Wenn du dich selbst besser spürst, kannst du auch bewusster entscheiden, wie du reagieren möchtest.

Selbstkontakt

Eine kurze Übung, die dich dabei unterstützt, wieder bei dir selbst anzukommen.

Basis-Orientierungsübung

Diese Übung hilft deinem Nervensystem, sich zu orientieren und zur Ruhe zu kommen. Sie kann besonders unterstützend sein, wenn du dich gestresst, angespannt oder innerlich unruhig fühlst.

Partner*innen-Landkarte

Mit der Partner*innen-Landkarte könnt ihr euch gegenseitig noch einmal neu kennenlernen oder euer Wissen übereinander auffrischen.

Sie hilft euch dabei, neugierig aufeinander zu bleiben und eure innere Welt miteinander zu teilen. Und ganz nebenbei macht diese Übung auch Spaß.

Partnerlandkarte