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Ressourcen

Die Kraft der Ressource – Deine persönliche Kraftquelle

Ressourcen sind deine Kraftquellen, Energiequellen oder Hilfsmittel. Sie sind alles, was dich unterstützt, dein Leben nach deinen wahren Bedürfnissen zu gestalten, und alles, was dich mit deiner Fähigkeit zur Selbstregulation in Kontakt bringt. Ressourcen sind Brücken, die dich mit dir selbst und dem Hier und Jetzt verbinden. Sie dienen als innere oder äußere Anker, die ein Gefühl von Sicherheit, Wohlbefinden und Stabilität erzeugen.


Welche Arten von Ressourcen gibt es?

Wir unterscheiden drei zentrale Arten von Ressourcen:

1. Innere Ressourcen (intern)
Alles, was du bereits in dir trägst:

  • Eigenschaften, Stärken und Fähigkeiten

  • Talente, Neigungen und Interessen

  • Positive Erinnerungen und Erfahrungen

  • Angenehme Körperempfindungen, Gefühle und Stimmungen

  • Innere Haltung, Visionen, Ziele, Ideen

  • Innere Verbundenheit und erfolgreiche Strategien

2. Äußere Ressourcen (extern)
Alles, was außerhalb von dir existiert und dich unterstützt:

  • Orte, die dir gut tun

  • Tätigkeiten und Hobbys, die Freude bereiten

  • Arbeit, die Sinn macht

  • Musik, Kunst und sinnliche Genüsse (Essen, Massagen, Museumsbesuche…)

  • Natur und Umwelt

  • Finanzielle Mittel, die Sicherheit schaffen

3. Relationale Ressourcen
Menschen oder Beziehungen, die dich stärken:

  • Familie, Partner, Freunde, Nachbarn, Kollegen

  • Therapeut:innen oder Coaches

  • Tiere

  • Gruppen oder Gemeinschaften

  • Soziales Engagement


Warum haben Menschen mit Traumafolgen weniger Ressourcen zur Verfügung?

Traumatische Erfahrungen führen oft dazu, dass Überlebensstrategien entwickelt werden, die Ressourcen überlagern:

  • Überlebensstrategien dienen dem Überleben, nicht dem Genießen.

  • Sie laufen oft automatisch und ununterbrochen, verhindern Pausen, Feierlichkeiten oder bewusste Lebensfreude.

  • Ressourcen werden nicht wahrgenommen, weil das Nervensystem ständig auf Alarmbereitschaft ist.


Wofür brauchen wir Ressourcen?

Ressourcen sind Anker im Hellen – besonders dann, wenn wir uns dem Dunkleren in uns zuwenden. Sie:

  • Regulieren das Nervensystem

  • Ermöglichen Regeneration

  • Verbinden dich mit Verbundenheit, Lebendigkeit und Lebensfreude

  • Stärken Kraft, Zuversicht, Kreativität und Motivation

Kurz gesagt: Ressourcen sind ein zentraler Bestandteil von Lebensqualität – aber sie helfen nur, wenn du sie auch bewusst spürst.

„Ressourcen helfen nur, wenn wir sie spüren.“ – Verena König

AUFGABE: Ressourcicum – Kreiere deine persönliche Ressourcensammlung

Deine Ressourcen sind deine Kraftquellen – sie stärken dein Nervensystem, bringen dich in Balance und verbinden dich mit dir selbst. In dieser Übung geht es darum, all das zu sammeln, was dir guttut, Freude bereitet oder dir Halt gibt, und daraus eine persönliche Schatzkiste zu gestalten.


Schritt 1: Sammle deine Ressourcen

Nimm dir dein Notizbuch und liste zunächst alle Ressourcen auf, die dir einfallen. Unterteile sie in drei Kategorien:

1. Interne Ressourcen
Eigenschaften, Fähigkeiten, Stärken, positive Erinnerungen, innere Haltung, Gefühle, angenehme Körperempfindungen.

2. Externe Ressourcen
Orte, Tätigkeiten, Hobbys, Musik, Natur, Arbeit, sinnliche Genüsse, kleine Freuden im Alltag.

3. Relationale Ressourcen
Menschen, Beziehungen, Tiere, Gruppen, soziale Kontakte, Therapeut:innen oder Coaches, Freundschaften.


Schritt 2: Lege deine Ressourcenbox an

Wähle ein schönes Behältnis, das dich anspricht – eine Box, Dose, Schachtel oder ein Glas – und beginne, deine Ressourcen hineinzulegen.

Mögliche Inhalte:

  • Zettel mit den aufgeschriebenen Ressourcen

  • Erinnerungsfotos oder kleine Gegenstände, die dir Freude bereiten

  • Duftöle, Teebeutel, Lieblingsbonbons oder Teelichter

  • Eine kleine Sammlung deiner Lieblingsmeditationen oder inspirierenden Affirmationen

  • Songtitel, die du dir anhören kannst, um dich zu stärken

  • Eigene Worte an dich selbst: kleine Botschaften, die dich aufbauen oder an deinen unversehrten Wesenskern erinnern


Schritt 3: Nutze deine Ressourcensammlung

Deine Box wird mit der Zeit zu einem wunderbaren Fundus an Wohltaten für dich.

  • Nutze sie in Momenten, in denen du dich erschöpft, gestresst oder unsicher fühlst.

  • Greife gezielt auf deine Ressourcen zurück, um dein Nervensystem zu regulieren.

  • Lass die Sammlung wachsen: immer, wenn dir etwas begegnet, das dir gut tut, füge es hinzu.

Deine Ressourcenbox ist wie ein persönlicher Kraftort – ein Ort, an den du immer zurückkehren kannst, um dich zu stärken und dich zu erden.